Osteopathie

Die Osteopathie versteht sich als eigenständige, ganzheitliche Therapiemethode. Der Therapeut konzentriert sich darauf, Funktionsstörungen des Körpers zu erkennen und zu beseitigen.

Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Das Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Wenn diese Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit. Die osteopathische Behandlung hilft, Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen.

Dabei betrachtet die Osteopathie den Patienten immer in seiner Gesamtheit und sieht die Wechselwirkung zwischen Organen, Nerven, Gefäßen und dem Bewegungsapparat. Es geht dem Therapeuten nicht um die Behandlung einzelner Symptome, sondern er will die Ursachen der Beschwerden finden und diese behandeln. Dazu bedient er sich spezieller Techniken, die er ausschließlich mit seinen Händen ausführt.

Wenn es gelingt, die Bewegung und die Elastizität der Gewebe in ihrem Zusammenspiel zu verbessern, so ist die Grundvoraussetzung für ein gesundes Leben geschaffen. 

Die Osteopathie sucht die Gesundheit im Menschen und nicht die Krankheit!

WAS MACHT DER THERAPEUT? 

Vor der eigentlichen Behandlung steht immer eine ausführliche Erfassung der Krankheitsgeschichte des Patienten. Erst danach beginnt die Therapie. Mit seinen Händen ertastet der Therapeut Schicht für Schicht das Gewebe. Bei dieser Art des "Hineinfühlens" kann er mögliche Spannungen und Bewegungseinschränkungen der verschiedenen Organe und Gewebe feststellen und behandeln.

Eine osteopathische Behandlung dauert etwa eine Stunde. Danach muss der Körper Zeit haben, um auf die gesetzten Impulse zu reagieren. Das Ziel der Behandlung ist es, die Selbstregulierungskräfte des Patienten in den betroffenen Geweben zu aktivieren. Nach osteopathischer Auffassung ist ein dauerhaft erfolgreiches Ergebnis nur dann zu erwarten, wenn der Organismus aus sich selbst heraus – also über die Selbstheilungskräfte – die Ursache für die Störung behebt.

Heilen kann der osteopathisch arbeitende Therapeut nicht – genauso wenig wie ein Schulmediziner. Medizin wird weder verschrieben noch verabreicht – alles, was zum Einsatz kommt, sind die Hände des Therapeuten, mit ihnen setzt er Impulse, die dem Organismus helfen, sein verlorenes Gleichgewicht wieder herzustellen.